Steinhuder Meer und mehr…

Die Tage waren im Juli so heiß, dass wir fast nur zu Hause im kühlen gesessen oder im/am Pool und uns dem süßen Nichtstun hingegeben haben. Was auf Dauer im Urlaub ja ziemlich unbefriedigend ist, da man seine freie Zeit irgendwie verplempert ohne wirklich etwas erlebt zu haben. Mich stresst das immer ein wenig, wenn mir die Zeit durch die Finger rinnt und ich nichts gemacht habe, was irgendwie wenigstens ein bisschen wegfahrfeeling hat.

Also schnappte ich mir den Mann und setzte ihn ins Auto und los ging es. Wenn wir nicht wissen wohin und nur mal eben was anderes sehen wollen, dann fahren wir an das Steinhuder Meer. Das ist nur gut 45 Fahrminuten von uns entfernt und ist immer wieder schön.

Erst aßen wir mit Blick auf das Meer leckeren Fisch, dann gingen wir ein wenig an der Promenade spazieren, aßen noch ein Eis und schipperten dann mit einem der kleineren Boote auf die Insel Wilhelmstein. Da es doch schon wieder so heiß war, dass man beim bloßen Nichtstun ins Schwitzen kam, genossen wir die leichte Brise auf dem See. Eine halbe Stunde dauerte die Fahrt und wir legten an.

Das Museum der Festung hatten wir schon einmal besucht und so spazierten wir einmal um die Insel, schauten uns die „Kunstwerke“ Marke „man nehme mehrere Gewächshäuser, tausche die matten Gewächsthausscheiben gegen Spiegel oder glasklare Scheiben aus, klebe dort Folien in Vogelform auf oder stelle einen riesige Glasplatte auf einen Rüttelmotor und auf die Glasplatte Weizenbiergläser und gebe diesen umgemodelten Gewächshäusern dann Namen wir „Das bewegte Haus“ „Das tätowierte Haus“ und so weiter und nenne es einfach Kunst“. Mir haben diese Kunstwerke leider gar nichts gesagt, außer, dass ich da gerne Tomaten drin gezogen hätte oder halt auch Blümchen… ;).

Wir tranken noch einen Kaffee und zwei große Flaschen Wasser im Inselcafé (ich glaube, der Fisch wollte schwimmen) und machten uns dann langsam auf dem Weg zum Anleger. Keine Sekunde zu spät, wie sich später rausstellte. Wir wurden mit den Worten „Eine sehr gute Entscheidung, jetzt zu fahren, es gibt gleich ein Gewitter!“ vom Kapitän begrüßt. Wie wo Gewitter? Klar war der Himmel ein wenig hellgrau, aber es war warm und sonnig. Da ganz weit hinten, da konnte man dunkle Wolken erahnen…

Als wir die Hälfte der Strecke auf dem See geschafft hatten, fing es an zu Donnern und zu Blitzen. Da war mir doch schon ein wenig mulmig zumute, auch wenn oder gerade weil der Himmel so schnell seine Farbe von langweilig aber freundlich auf interessant aber bedrohlich geändert hatte. Wir waren wirklich froh, als wir wieder an Land waren.

Dann haben wir uns gar nicht mehr lange aufgehalten, sondern sind schnurstracks zum Wagen gegangen. Als wir diesen erreichten, bekam ich einige Tropfen Regen ab. Die Tropfen waren so groß, dass ich schon fast nass war. Schwub ab ins Auto und in diesem Moment ging der Wolkenbruch los, so als ob jemand einen riesigen Eimer Wasser über uns ausgeschüttet hätte. Unser Scheibenwischer schaffte die Wassermassen gar nicht und so hatte wir schlechte Sicht. Das Wasser stand sofort zentimeterhoch auf der Straße und die Gefahr von Aquaplaning bestand, so dass wir nur 20 km/h schnell fahren konnten. Wahnsinn…

Hier ein paar Bilder von unserem Ausflug…

Um noch mehr Fotos vom 24.07.2013 zu sehen, bitte das kleine Foto anklicken.

Und wen die Fotos von der Insel Wilhelmstein interessieren, ich habe vor ein paar Jahren dort mal Fotos gemacht (am 06.08.2007 noch mit meiner ersten digitalen Kamera), der kann auf das kleine Foto ganz unten klicken…

Fotos by Rainbow (c) vom 24.07.2013 und vom 06.08.2007 – Steinhuder Meer und Insel Wilhelmstein
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7 Antworten

  1. Das war ja ein Timing! :) Ich mache auch gerne einen Abstecher zum Steinhuder Meer, wenn ich mich auf Rückfahrten auf der Autobahn, von Dortmund kommend, befinde.

    23. August 2013 um 11:25

    • Ja es ist dort wunderschön, wenn nicht alle die selbe Idee haben und es sehr überfüllt ist. An diesem Tag ging es, obwohl ja Ferien waren. Meist „schaffen“ wir es nur einmal im Jahr dorthin…

      24. August 2013 um 11:37

  2. Schön abenteuerlich, als wäre es ein „richtiges Meer“ gewesen.

    23. August 2013 um 17:05

    • Ja, sehr abenteuerlich… ;) …im letzten Jahr hatten wir das auch schon mal. Wir saßen auf der sonnenbeschienenen Terrasse und guckten auf die leicht vom Wind wellige See und auf einmal wurden die Café-Angestellten ganz geschäftig. Kassierten ab, nahmen Sitzkissen mit rein. Befestigten unbesetzte Stühle und Tische und sagten, gleich ginge es los, das Gewitter. Wir sind dann in aller Ruhe noch ein wenig in der Sonne spazieren gegangen und dann ganz langsam zum Auto. Beim Schmetterlingshaus mussten wir uns dann unterstellen, weil es wie aus Eimern goss. Aus lauter Verzweifelung sind wir dann in das Schmetterlingshaus gegangen, haben 18 Euronen für aufgespießte Käfer und Schmetterlinge bezahlt und waren arg enttäuscht von den wenigen Exemplaren, die wirklich gelebt haben. Eine halbe Stunde hatte es gedauert, bis das Gewitter über das Meer gekommen war, eine weitere und es war wieder sonnig… …deshalb sind wir dieses Mal auch direkt und gaaaanz schnell zum Auto, wir wollten nicht unbedingt noch einmal ins Schmetterlingshaus… ;)

      24. August 2013 um 11:43

      • das wirkt überzeugend. ^^

        24. August 2013 um 13:02

  3. Echt tolle Fotos, aber zur Insel bin ich noch nie geschippert, war immer zuwenig Zeit.

    LG Mathilda

    23. August 2013 um 17:06

    • Danke… …die Insel ist relativ klein, aber ganz nett. Wir haben das jetzt zum zweiten Mal gemacht in 26 Jahren ;)

      Liebe Grüße,
      Rainbow

      24. August 2013 um 11:45

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